Technik und Techniktraining

Unter Technik oder technisches Training ist nichts anderes zu verstehen, als Bewegung oder Bewegungsabläufe. Deshalb beinhaltet die technische Trainingseinheit nichts anderes, als die Vermittlung von Bewegungsabläufen. Bereits in der F Jugend sollten technische Trainingseinheiten erfolgen. Der Trainer sollte die Übung vormachen, damit die jungen Sportler dies verstehen und nachmachen können. Fehlerhafte Übungen, die nicht sofort berichtigt werden, führen zu den sogenannten Automatisierungen. Aber nicht die Fehler, sondern die richtigen Bewegungen und Übungen sollten automatisiert werden. Automatisierte Bewegungsabläufe sind kaum veränderbar, und die Folgen kann sich jeder denken.

Technisches Training sollte stets im erholten Zustand erfolgen. Auf die Vielseitigkeit sollte geachtet werden und auch darauf, dass die Übungen mit beiden Füßen mehrmals wiederholt werden. Das Erlernte sollte umgehend in der Praxis ausgeführt werden.


Der Begriff Technik ist in zwei Kategorien unterteilt:

  • Soll-Wert ist ein Idealmodell einer Bewegung bzw. eines Bewegungsablaufes
  • Ist-Wert ist die Realisierung einer Bewegung bzw. eines Bewegungsablaufes

 



Ziele und Phasen des Techniktrainings:

Phase 1: Bewegungsabläufe aneignen und Erfahrungen sammeln (Grobform).
Phase 2: Die Bewegungsfertigkeiten und Techniken verfeinern und in der Praxis  ausführen (Feinform).
Phase 3: Vergleich von Ist- und Soll-Werten und Fehlerkorrekturen.
Phase 4: Automatisieren und Stabilisieren von Bewegungsabläufen durch Wiederholungen.
Phase 5: Anwenden des Erlernten unter verschiedenen Druckfaktoren wie Zeit oder Gegner.

Technische Eigenarten können beibehalten werden, wenn sie die Effektivität im Wettkampf nicht negativ beeinflussen.

Die Automatisierung von technischen Übungen erfordert Zeit und Wiederholungen. Sicher wird es einigen Spielern etwas leichter fallen, diese Übungen durchzuführen, aber es ist nicht zu vergessen, dass die Mehrzahl der Spieler erst durch mehrmalige Wiederholungen Erfolge verzeichnen können. Wenn die sogenannte Grobform fehlt, dann ist die Weiterentwicklung praktisch unmöglich.

 


 

Bewegungsformen:

Bewegungsformen mit Ball - Angriff Bewegungsformen ohne Ball - Abwehr
Torschuss Laufen
Flanke Springen
Kopfballstoß Tackling
Dribbling

Rempeln

Finte  
Ballkontrolle  
Pass oder auch Schuss  

 

Wie bereits zuvor erwähnt, sollten technische Übungen demonstriert werden. Da ich nicht die Möglichkeit der virtuellen Demonstration habe, beschreibe ich nachfolgend die wichtigsten Kernpunkte und Zweckmäßigkeiten der Übungen aus der obigen Tabelle.

 


 

Die wesentlichen Merkmale der oben aufgeführten Techniken.

Torschuss:
Aus allen Entfernungen und mit allen Schusstechniken wird ein Spieler Tore erzielen können. Ein Spieler, der mit Spielübersicht, Antrittsschnelligkeit und Gewandtheit ausgerüstet ist, hat die besten Voraussetzungen als Stürmer.

Flanke:
Flanken sind eine sehr häufig verwendete Angriffsform, die auch mit Erfolg gekennzeichnet sind. Die Schusstechnik bei Flanken ist ebenfalls variabel. Die effektivste Methode ist der Innenspann mit Effet. Dabei bekommt der Ball einen bogenförmigen Verlauf und ändert die Richtung. Aber auch der Vollspann oder der Innenspann können angewandt werden.

Kopfballstoß:
Kopfballspiel hat zunehmend eine besondere Rolle eingenommen. Die Standardsituationen werden schon im Jugendbereich auf Kopfballtraining ausgerichtet (Eckbälle, Freistöße). Kopfbälle aus dem Stand oder aus dem Sprung heraus werden identisch ausgeführt. Der Oberkörper wird zum Schwungholen nach hinten geneigt. Aus dieser Spannung heraus wird der Ball mit der Stirn getroffen. Bei einem Kopfstoß aus dem Sprung wird die gleiche Prozedur ausgeführt, nur dass der Spieler beidbeinig und kraftvoll in die Höhe schnellt.

Dribbling:
Ballhaltendes Dribbling dient nicht der Raumgewinnung. Hierbei sollen die Ballkontrolle und der Körpereinsatz trainiert werden. Der Körper soll zwischen dem Ball und dem Gegner gebracht werden, um die Ballkontrolle zu sichern. Unter gegnerischem Druck und in engem Raum soll der Ball flexibel und beidbeinig in allen Laufrichtungen geführt werden. Dabei ist es wichtig, den Ball eng zu führen.

Dribbling mit Finten wird für die Überwindung des Gegners eingesetzt. Bei dieser Übung bekommt die Antrittsschnelligkeit ein Gewicht. Plötzlicher Antritt aus dem Stand mit Laufrichtungsänderungen werden trainiert. Auch der Sprint mit kurzem Stop und anschließend erneuter Sprint gehört zu den Trainingsmöglichkeiten.

Tempodribbling hat den Zweck, den Ball kontrolliert und schnell nach vorne zu bringen. Da die Führung meist mit dem Spann durchgeführt wird, ist es situationsbedingt auch erlaubt, den Ball etwas vorzulegen.

Finte:
Finten sind Bewegungen, die den Gegner täuschen sollen. Die Realisierung einer Finte ist abhängig vom Standpunkt des Gegners. Der Antritt wird mit einem Ausfallschritt zur Seite angetäuscht. Dabei wird das Körpergewicht auf das Standbein verlagert. Mit dem Außenspann des Spielbeins wird der Ball zur anderen Seite mitgenommen.

Ballkontrolle:
Die Möglichkeit der Ballkontrolle ist zum einen davon abhängig wie der Ball gespielt wurde und zum anderen wie und wo die Gegner stehen. Nachfolgend die wichtigsten Methoden der Ballannahme.

  • Mit der Außenseite werden rollende Bälle angenommen.
  • Mit der Innenseite werden flache oder hoch einfallende Bälle angenommen.
  • Mit der Sohle werden rollende oder aufspringende Bälle angenommen.
  • Mit dem Oberschenkel werden steil oder halbhoch einfallende Bälle angenommen.
  • Mit der Brust werden hoch einfallende Bälle situationsbedingt angenommen.

Innenseitenstoß:
Um genaue Pässe zu spielen, wird der Ball mit der Innenseite des Fußes gespielt. Diese Schussform eignet sich am besten bei kurzen Entfernungen und präzisen Torschüssen.

Spannstoß:
Wird für weite Entfernungen und als scharfer Torschuss verwendet. Auch für Flanken vom Flügel sehr effektiv.

Innenspannstoß:
Ist besonders dafür geeignet, um den Ball mit Effet zu spielen. Allerdings findet er auch in allen anderen Bereichen wie Abwehr, Angriff oder Mittelfeld Anwendung.

Außenspannstoß:
Dabei kann der Spieler den Ball präzise auf das Tor schießen. Je nach Spielsituation können auch Eckstöße oder Freistöße geschossen werden.

Vollspannstoß:
Durch seine vielseitige Anwendungsmöglichkeit hat diese Schusstechnik eine besondere Bedeutung. Bei fliegenden oder springenden Bällen kann er ohne Unterbrechung durchgeführt werden. Als klärender Befreiungsschlag in der Abwehr oder als Abschlag des Torhüters wird diese Methode immer wieder gerne verwendet. Aber auch Flanken oder der direkte Torschuss nach einem Freistoß sind weitere Möglichkeiten. Ein erwähnenswerter Vorteil ist auch, dass er bei hohem Tempo ohne Unterbrechung des Laufrhythmus ausgeführt werden kann.

Fallrückzieher:
Die Ausgangsstellung des Spielers ist mit dem Rücken zum Tor. Bei genauem Timing und Absprung schießt er im Rückwärtsfallen per Spannschuss auf das Tor. Beim Fallen werden die Arme als Stützpunkte verwendet, um Verletzungen zu entgehen.

Effetstoß:
Als Innen- oder Außenspann wird der Ball außerhalb des Zentrums getroffen. Beim Ausführen wird der Schuss leicht am Ball vorbeigezogen, so das er einen bogenförmigen Verlauf erhält. Beim Abspielen von Pässen oder Flanken findet er weitere Verwendung. Bei direkten Freistößen kann der Ball auch über die Mauer in die Winkel geschossen werden.

Dropkick:
Der aufspringende Ball wird kurz nach dem Bodenkontakt mit dem Voll- oder Außenspann gestoßen. Durch die Aufwärtsbewegung des Balls kann man bei gestrecktem Fuß mit dem Spann schießen. Dadurch bekommt der Ball eine enorme Wucht. Aber auch mit der Innenseite ist ein weicher Zuspiel möglich. Bei Verwendung des Außenspanns bekommt der Ball Effet und auch eine Kurve. Als Torschuss kann er für jeden Torhüter unangenehm enden.

Laufen:
Die Abwehrspieler müssen sich an die Laufgeschwindigkeit der Stürmer anpassen. Mit der richtigen Stellung müssen sie ihre Gegner zur Seite abdrängen und versuchen, per Tackling in den Ballbesitz zu kommen. Nicht nur die Lauftechniken sondern auch die Angriffsaktionen auf den Ball sollten aus dem Stand oder aus dem Lauf heraus trainiert werden.

Springen:
Der Abwehrspieler muss mit beiden Beinen aus dem Stand heraus springen, um den Ball für ihn am höchst erreichbaren Punkt aus der Gefahrenzone zu köpfen. Ein Sprung nach einem kurzen Anlauf ist ebenfalls möglich. Er muss den Ball nur berühren, um seine Flugrichtung zu verändern. Diese Berührung verhindert den Gegner, den Ball selber zu köpfen.

Tackling:
Verschiedene Arten der Ballabnahme wird als Tackling bezeichnet. Um einen Tackling erfolgreich durchzuführen, muss der Abwehrspieler sowohl den Ball als auch den Gegner sehr gut beobachten. Wenn er zudem noch antrittsschnell ist, wird er so manche Gefahr für seine Mannschaft abwenden.

Rempeln:
Mit dem Ziel in Ballbesitz zu kommen, ist das Rempeln von Schulter an Schulter durchaus erlaubt. Dies soll dazu dienen, den Gegner aus dem Gleichgewicht zu bringen und selber in den Ballbesitz zu kommen. Natürlich sollte dies auch mit sportlicher Fairness ausgeübt werden.

 


 

Übungen:

Übung 1:

Einfacher Doppelpass im 2 gegen 2 zum Torabschluss

Ausgangssituation:

  • Zwei Spieler (Zuspieler A und Wandspieler B) greifen gegen zwei Abwehrspieler C und D an. Sie versuchen, durch Kombinationsspiel möglichst ungehindert auf das Tor schießen zu können.

Ablauf:

  • Spieler A dribbelt auf Spieler C zu, der sich ebenfalls auf ihn zu bewegt.
  • Spieler B befindet sich seitlich vor A, wird aber von D eng gedeckt.
  • Um A ein Abspiel zu ermöglichen, löst sich B plötzlich von D und bietet sich Spieler A als Wandspieler an.
  • Sofort spielt A den Ball gezielt an C vorbei zu Spieler B.
  • Spieler A spurtet unmittelbar nach dem Abspiel auf der Gegenseite an C vorbei.
  • Spieler B passt zu direkt in den Lauf von Spieler A zurück.
  • Spieler A nimmt den Ball im Rücken von Spieler C an und mit und schießt auf das Tor.

Taktische Schritte des Zuspielers A:

  • Vor dem Zuspiel mit dem Wandspieler B Blickkontakt aufnehmen.
  • Das Freilaufverhalten von Spieler B beobachten.
  • Etwa in 2 Metern Entfernung von Spieler C abspielen, sobald sich Spieler B aus der unmittelbaren Nähe von D gelöst hat.
  • Flach, hart und präzise in den Fuß von Spieler B passen.
  • B möglichst verdeckt anspielen, um Spieler C zu überraschen.
  • Unmittelbar mit dem Zuspiel explosiv antreten, C im Spurt umlaufen und in dessen Rücken gelangen.
  • Den Pass von Spieler B im Rücken C in höchsten Tempo an- und mitnehmen bzw. den Ball direkt weiterleiten oder auf das Tor schießen.

Taktische Schritte des Wandspielers B:

  • Kurzen Blickkontakt zum Zuspieler A suchen.
  • Sich überraschend durch einen schnellen Antritt, eine Körpertäuschung bzw. eine Schrittfinte vom Abwehrspieler D lösen.
  • Dem Zuspieler entgegenstarten und seitlich mindestens 1 bis 2 Schritte zum zugespielten Ball hin spurten.
  • Spieler D mit dem Körper abblocken und den Ball abschirmen.
  • Präzise direkt in den Lauf des Zuspielers A zurückpassen.
  • Sofort nach dem Wandspiel wieder freilaufen.

 


 

Übung 2:

Übungsschwerpunkt: Zuspieler

Aufgaben:

  • Vor dem Zuspiel Blickkontakt zum Wandspieler herstellen.
  • Den Ball hart und flach zuspielen.
  • Aus der Vorwärtsbewegung den Ball genau in den Fuß passen.
  • Mit dem Zuspiel sofort nach vorne wegstarten und eine neue Position einnehmen.

Organisation:

  • Drei Hütchen jeweils 8 Meter voneinander entfernt in Dreiecksform aufstellen.
  • Jeder Eckpunkt des Dreiecks ist mit zwei Spielern besetzt.
  • Spieler a ist in Ballbesitz.

Ablauf:

  • Spieler A passt zu Spieler B, startet seinem Zuspiel nach und stellt sich hinter der von B angeführten Gruppe auf.
  • Spieler B spielt den Ball direkt zu C, spurtet seinem Zuspiel hinterher usw.

Varianten:

  • Spieler A spielt den Ball mit der Innenseite, Spieler B mit dem Außenspann, Spieler C mit der Innenseite usw.
  • Jeder Spieler passt den Ball mit dem Außenspann zu.
  • Die Zuspieleinrichtung wird gewechselt.

 


 

Übung 3:

Übungsschwerpunkt: Wandspieler

Aufgaben:

  • Blickkontakt mit dem Zuspieler aufnehmen.
  • Dem Ball entgegen laufen, um angespielt werden zu können.
  • Den Ball präzise zum Zuspieler zurückprallen lassen.
  • Nach dem Wandspiel wegstarten und erneut freilaufen.

Organisation:

  • Spieler B und Spieler C stehen hintereinander neben einem Hütchen und 6 Meter frontal vor dem Ballbesitzer A.
  • 6 Meter hinter B und C ein weiteres Hütchen aufstellen.

Ablauf:

  • Spieler A passt hart und flach zum entgegenstartenden Spieler B, der direkt zurückspielt, sich dreht und anschließend das Hütchen umläuft.
  • Spieler A spielt direkt zu Spieler C, der inzwischen dem Ball entgegengelaufen ist, um ihn aus dem Lauf zu A zurückpassen zu können usw.

Varianten:

  • Spieler B steht hinter Spieler A, der nach dem Pass zu Spieler C das Hütchen umläuft.
  • Spieler C passt zum entgegenstartenden Spieler B und läuft seinem Pass nach.
  • Spieler B spielt wiederum Spieler A an, nachdem dieser das Hütchen umlaufen hat und startet um das Hütchen.
  • Spieler A spielt Spieler C auf der Zuspielerposition an.

 


 

Übung 4:

Übungsschwerpunkte: Zuspieler und Wandspieler

Aufgaben Zuspieler und Wandspieler:

  • Das Freilaufverhalten des Zuspielers beobachten.
  • Den zugespielten Ball direkt weiterleiten.
  • Den Ball präzise in den Lauf des Zuspielers zurückpassen.
  • Das Timing der Aktionen von Zuspieler und Wandspieler verbessern.

Organisation:

  • Zwei Hütchen im Abstand von 15 Metern aufstellen.
  • A, B und C bzw. D und E stehen jeweils hinter den Hütchen.
  • Seitlich versetzt postiert sich ein Wandspieler F.

Ablauf:

  • Spieler A passt diagonal zu Spieler F, der direkt in den Lauf von A prallen lässt.
  • Spieler A spielt direkt zu Spieler D, läuft dem Pass nach und stellt sich hinter Spieler E an.
  • Spieler D nimmt den Ball an und mit und passt diagonal zu Spieler F, der sich wider angeboten hat usw.

Varianten:

  • D passt das Zuspiel von A direkt zu Spieler F.
  • Jeder Pass erfolgt mit einer vorgegebenen Zuspieltechnik.

 


 

Übung 5:

Hinführung zum wettkampfgemäßen Doppelpass

Trainingsziele für Zuspieler und Wandspieler:

  • Das Dribbel-, Zuspiel- und Freilaufverhalten des Zuspielers schulen.
  • Das Freilauf- und Abspielverhalten des Wandspielers schulen.

Organisation und Ablauf:

  • Spieler A und B stehen sich 15 Meter voneinander entfernt diagonal versetzt jeweils neben einem Hütchen gegenüber.
  • Spieler A passt hart und flach in den Lauf des entgegenstartenden Spielers B und spurtet schräg nach vorne.
  • Spieler B lässt den Ball als Querpass in den Lauf von A prallen und startet zum gegenüberstehenden Hütchen.
  • Spieler A nimmt das Zuspiel zum anderen Hütchen an und mit usw.

Erhöhung des Schwierigkeitsgrades:

  • Spieler A dribbelt 2 - 3 Meter an, bevor Spieler B den Pass mit dem Spurt fordert.

Beobachtungsschwerpunkte für den Trainer:

  • Vor der Aktion müssen A und B Blickkontakt aufnehmen, um auf das Verhalten des Mitspielers reagieren zu können.
  • Spieler B muss durch den Spurt nach vorne das Zuspiel von Spieler A fordern. Erst danach darf A zu B passen.
  • Spieler A muss durch das flache, harte und genaue Zuspiel in den Fuß von B diesem den direkten Querpass erleichtern.
  • Unmittelbar nach seinem Zuspiel soll Spieler A nach vorne starten, um den Pass von B im Tempo an- und mitnehmen zu können.

Zusätzlich bei erhöhtem Schwierigkeitsgrad:

  • Spieler A muss aus dem Andribbeln unmittelbar mit seinem Zuspiel explosiv starten, um einen klaren Tempo- und Rhythmuswechsel auszuführen.
  • Spieler B beobachtet das Dribbling von A, um sich auf das Zuspiel einstellen zu können und sich zum richtigen Zeitpunkt anzubieten.
  • Spieler B soll das Zuspiel von Spieler A direkt als Querpass weiterleiten, um ein möglichst schnelles Zusammenspiel zu erreichen.
  • Spieler A soll den Querpass von Spieler B in hohem Tempo an- und mitnehmen.

 


 

Übung 6:

Abspiel vor einem Hütchen

Trainingsziele für Zuspieler und Wandspieler:

  • Das Dribbel-, Zuspiel- und Freilaufverhalten des Zuspielers schulen.
  • Das Freilauf- und Abspielverhalten des Wandspielers schulen.

Organisation:

  • In 7 Meter Entfernung von A ein Hütchen als fiktiven Abwehrspieler aufstellen.
  • Ansonsten behalten Spieler A und Spieler B ihre Aufstellungen bei.

Ablauf:

  • Spieler A dribbelt auf das Hütchen zu, passt zum entgegenkommenden Spieler B, der den Ball Querpass in den Lauf von Spieler A abprallen lässt.

Variationen:

  • Spieler A und B passen sich den Ball mit dem Außenspann zu.
  • Im Wechsel mit der Innenseite und dem Außenspann zu spielen.
  • Spieler A und Spieler B steigern ihr Lauf- und Aktionstempo.

Zusätzliche Beobachtungsschwerpunkte für den Trainer:

  • Spieler A soll langsam auf das Hütchen zudribbeln und durch einen explosiven Antritt/Tempowechsel unmittelbar mit seinem Abspiel am Gegner vorbeispurten und in dessen Rücken gelangen.
  • Spieler A soll erst ca. 2 Meter vor dem Hütchen abspielen, um das Überlaufen des Abwehrspielers nach dem Abspiel zu erleichtern.
  • Spieler B soll das Dribbelverhalten von Spieler A beobachten, um sich rechtzeitig auf das Zuspiel von Spieler A einstellen zu können.
  • Spieler B soll das Zuspiel von Spieler A als Querpass direkt weiterleiten, so dass Spieler A das Wandspiel von Spieler B in hohem Tempo an- und mitnehmen kann.

 


 

Übung 7:

Gezieltes Prallenlassen:

Organisation und Ablauf:

  • Schräg vor Spieler B ein weiteres Hütchen aufbauen.
  • A spielt B an, sobald dieser das Hütchen erreicht.

Variationen:

  • Zuspieltechnik vorgeben.
  • Lauf- und Aktionstempo steigern.

Zusätzliche Beobachtungsschwerpunkte für den Trainer:

  • Spieler B muss den Ball zwischen den beiden fiktiven Gegenspielern hindurch zu A zurückprallen lassen.
  • Dabei muss der Ball so präzise in den Lauf von A zurückgespielt werden, dass A ihn im Tempolauf problemlos an- und mitnehmen kann.
  • Spieler A darf den Vorsprung, den er beim Überlaufen des fiktiven Abwehrspielers gewonnen hat, bei der Ballan- und -mitnahme nicht einbüßen, um eine mögliche Anschlussaktion (Abspiel, Dribbling, Torschuss) ohne Behinderung durch den bereits überlaufenen Gegner durchführen zu können.

 


 

Übung 8:

Mit teilaktiven Abwehrspielern:

Organisation und Ablauf:

  • Zwei teilaktive Abwehrspieler C und D ersetzen die Hütchen.
  • C steht im Raum, D postiert sich hinter B.
  • A dribbelt auf C zu und spielt mit B den Doppelpass.

Zusätzliche Beobachtungsschwerpunkte:

  • Spieler A muss frühzeitig abspielen, um zu verhindern, das C ihn attackieren oder den Pass abfangen kann.
  • Spieler B muss sich überraschend durch einen schnellen Antritt, eine Körpertäuschung bzw. eine Schrittfinte von D lösen.
  • Spieler B muss Spieler D mit dem Körper abblocken und den Ball abschirmen.
  • Sofort nach seinem Abspiel muss B sich erneut freilaufen, um D aus der unmittelbaren Spielumgebung des Balles wegziehen bzw. um selbst weiter am Kombinationsspiel teilnehmen zu können.

 


 

Übung 9:

Mit aktiven Abwehrspielern:

Organisation und Ablauf:

  • Die Abwehrspieler C und D beteiligen sich aktiv und Wettkampfgemäß an der Übung.
  • C steht im Raum, D postiert sich hinter B.
  • A dribbelt auf C zu und spielt mit B den Doppelpass.


Zusätzliche Beobachtungsschwerpunkte:

  • A und B müssen alle bisher erlernten Verhaltensmuster umsetzen.
  • Da C und D sich bereits auf den Ablauf des Doppelpasses einstellen können, muss B sich um so überraschender von D lösen.
  • Zudem muss die Passfolge (Zuspiel und Wandspiel) zwischen A und B automatisiert und in hohem Tempo erfolgen.
  • Spieler A und Spieler B müssen die Passfolge trotz des Gegnerdrucks so aufeinander anstimmen, dass A den Ball nach dem Überlaufen seines Gegenspielers in hohem Tempo an- und mitnehmen kann.
Techniktraining
Ziele und Phasen
Bewegungsformen
Merkmale der Techniken